• Mesinke und Christian Jungwirth Scholem Alejchem - musikalisch-literarische Hommage

  • FR, 12.10. 20:00 Aula der Fachakademie / Schloss, Burgberg 1

  • 15,00 €
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Mesinke Q

2016 wäre einer der wichtigsten jiddischsprachigen Schriftsteller und Satiriker 100 Jahre alt geworden: Scholem Alejchem. Aus diesem Anlass hat der Murnauer Schauspieler und BR-Sprecher Christian Jungwirth eine musikalischlitararische Hommage an den Literaten zusammengestellt, den viele Zeitgenossen als den den „jüdischen Mark Twain“ bezeichneten. Musikalisch begleitet wird er dabei wieder vom Ensemble Mesinke, das ihm bereits bei seiner erfolgreichen Lesung „Schmonzes und Chuzpe“ über den jüdischen Humor viele Male zur Seite stand. Das Publikum erwartet eine kurzweilige (hochdeutsche) Performance voll tiefgründigem Humor und beißender Satire, die Einblicke in das Leben, Denken und Werk des Schriftstellers gibt, der hierzulande vor allem durch das Musical Anatevka bzw. Fiddler on the Roof bekannt geworden ist. Musikalisch bekommt das Publikum eine Mischung aus melancholischen Doinas und mitreißenden Freilachs geboten, traditionellen Klezmerstücken aus Osteuropa. Der Schriftsteller stellte in seinen Werken viele Verbindungen zu dieser Musik her, beispielsweise in seinem Roman Stempenju. Scholem Alejchem (1859-1916), eigentlich Schalom Rabinowitsch, aus der Ukraine stammend, wanderte 1905 in die Schweiz und dann nach Amerika aus. Die von ihm geschaffenen Charaktere spiegeln alle Schichten der jüdischen Bevölkerung Osteuropas wider und haben geradezu metaphorische Bedeutung erlangt. Mit seinem Hauptwerk um den armen, aber kinderreichen Milchmann Tewje, der mit Gott spricht, lebt und streitet, hat Scholem Alejchem seinen Ruf als einer der größten Humoristen der Weltliteratur begründ et und dem untergegangenen Schtetl-Leben ein Denkmal gesetzt. Der ab 1894 in Jiddisch geschriebene Roman lieferte auch die Inspiration für das amerikanische Musical „Anatevka“ von 1964. Scholem Alejchem gilt neben Mendele Moicher Sforim und Jitzchok Leib Perez als der dritte Klassiker der jiddischen Literatur. Der Schriftsteller starb am 13. Mai 1916. Am Tag seiner Beerdigung waren alle jüdischen Geschäfte in New York geschlossen. Hunderttausende begleiteten ihn auf seinem letzten Weg.

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