• Niklas Fiedler
    Der letzte Nazi

  • SA, 3.11. 19:30
    JUGENDZENTRUM, Hans-Lingl-Str. 11

  • 4,00 € (Vorverkauf); 5,00 € (Abenkasse)

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fiedler niklas© Niklas Fiedler

„Die deutschen Leute finden ihn als Führer gut. Aber sie wollen einen Hitler nicht als Nachbarn haben.“ Dieses leicht abgewandelte Zitat eines aktuellen Bundestagsabgeordneten zeigt sehr gut den bitterbösen Humor in „Der letzte Nazi“. Anspielungen auf die AfD, den gegenwärtigen amerikanischen Präsidenten, alte und neue Nazi-Prominenz, Aluhüte, Reichsflugscheiben und sogar Star Wars sind Teil der satirisch überspitzten Geschichte um den letzten Nazi. Ausgedacht hat sich all das Niklas Fiedler. Der 29jährige Magister der Philosophie und Kunstpädagogik hat sich schon sehr lange und intensiv mit dem Thema befasst. Das dürfte der Grund dafür sein, dass der volkstümelnde Pathos durch seine Authenzität mit einer gekonnt eingesetzten Übersteigerung urkomisch wirkt.
„Ich mag Humor, der weh tut“, charakterisiert sich der Autor und Zeichner selbst. Tatäschlich bleibt dem Leser das Lachen an vielen Stellen im Buch auch mal im Halse stecken. Anfangs plagten Niklas selbst noch Skrupel. „Aber das viele positive Feedback hat mich letztlich überzeugt.“ Besonders einflussreich war die Meinung eines Menschen, der frührer selbst Teil der Naziszene war. „Er hat sich inzwischen gefangen und ist überzeugter Gegner. Mit ihm hab ich mich sehr viel ausgetauscht. Er findet das Buch total klasse, weil es nicht so sehr den moralischen Zeigefinger hebt“. Der Frankfurter möchte mit seinem Werk Nazis lieber davon überzeugen, dass ihre Ideologie ins Leere führt. „Das ist besser als selbst ausgrenzend zu sein, wie das leider für viele Leute aus dem linken Umfeld zutrifft“, erklärt er mit leidenschaftlichem Unterton. „Letztlich sind auch die Nazis irgendwo Opfer“. Eine Aussage, für die er schon öfter verbale Ohrfeigen einstecken mußte – obwohl er selbst aus dem linksliberalen Milieu kommt. Zum Glück blieben bislang auch gewaltsame Übergriffe aus der rechten Szene aus.

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